Ausgabe 12/2010

RED BULL. Die Dose hat Vodafone als bekanntester F-1-Sponsor klar abgehängt. Und dies schon vor dem WM-Sieg von Vettel.

Didis Masterplan geht auf

Der 66jährige Österreicher Dietrich Mateschitz ist eitel. Fotografen, die ihn etwa letztes Jahr bei der Präsentation seines neues Formel-1-Flitzers heimlich fotografierten, bekamen sofort Ärger mit seinen Bodyguards.

Aber man bringt ihn noch schneller auf die Palme, wenn man ihn als Sponsor mit dem Russen Roman Abramowitsch vergleicht, dem bekanntlich der FC Chelsea gehört. "Nichts wäre einfacher, als einen Sack voll Geld zu nehmen und shoppen zu gehen. Das ist einfach nur dumm, ich bin nicht Roman Abramowitsch", reagiert "Didi" Mateschitz wütend, wenn seine Sponsorships als Liebhaberei missverstanden werden.

Denn im Gegensatz zum Oligarchen geht der Red-Bull-Inhaber nach einem Masterplan vor, wie er die Sponsoring-Einsätze, vor allem Formel 1 und Fußball, für seinen Energydrink nutzt, der sich mittlerweile millionenfach verkauft. Der Zufall hat in diesem Konzept keinen Platz. Der Formel-1-Sieg von Sebastian Vettel war schlussendlich eine Folge der ausgeklügelten Strategie des kernigen Österreichers.

Nicht wenige belächelten ihn in der F-1-Szene, als er vor sechs Jahren mit seinen knallig bunten Bullen-Boliden in den Wettbewerb einstieg. Er ließ im Fahrerlager, dem Cat Walk auch für viele Promis, ein riesigesMotorhome hinstellen, auf dem weit sichtbar die Bullen, das Logo der Marke, auf die anderen Motorhomes von McLaren, Ferrari & Co. herunterblickten....

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