Ausgabe 10/2012

CHINA-SPONSOREN. Auf dem Weg zum Global Player steigen immer mehr China-Konzerne in den europäischen Sportmarkt ein

Von Chelsea bis Großwallstadt

Am 11. April 2012 spielte Atletico Madrid gegen seinen großen Stadtrivalen Real. Ein Derby, wie es jedes Jahr mindestens zwei Mal stattfindet.

Und doch könnte dieses Match noch an Bedeutung gewinnen:

Es war das erste Mal, dass der chinesische Telekommunikationskonzern Huawei in Westeuropa als Sponsor auftrat.

Nur f√ľr dieses eine Spiel erwarb der Smartphone-Hersteller die Trikotrechte ¬Ė und landete damit offenbar einen Volltreffer, denn zu Beginn der Saison machte Huawei mit einer √§hnlich ungew√∂hnlichen Aktion auf sich aufmerksam.

Dieses Mal erweiterten die Chinesen ihr Engagement auf drei Spiele: die ersten beiden in der Liga plus der Super Cup gegen den FC Chelsea am 31. August.

"Unsere Zusammenarbeit mit Atletico Madrid unterstreicht unser Engagement f√ľr den spanischen, europ√§ischen und globalen Markt", erkl√§rte der Huawei-Marketingchef Shao Yang. "Unser Ziel ist es, ein weltweites Publikum zu erreichen und wir glauben, dass diese Partnerschaft mit Atletico Madrid eine perfekte Plattform bietet, um unsere Marke auch bei den europ√§ischen Konsumenten bekanntzumachen."

Zur gleichen Zeit fand in China ein Agenturpitch statt, der letztlich in eine globale Werbekampagne m√ľnden soll.

Die Beratungsfirma Interbrand z√§hlt in ihrer j√§hrlichen Aufstellung der 100 gr√∂√üten Marken nur vier aus den sogenannten ¬ĄEmerging Markets¬ď dazu, und keine aus China. Samsung und Hyundai aus S√ľdkorea, HTC und Acer aus Taiwan sowie Corona aus Mexiko f√ľhren die Liste als Weltmarken ¬Ė Lenovo, immerhin der zweitgr√∂√üte PC-Bauer der Welt, nicht....

Sie möchten alles lesen? Wir schicken Ihnen gerne ein kostenloses Probeheft. Kostenloses Probeheft anfordern.


Top