Ausgabe 05/2014

BMW. Interview mit Hans de Visser, Leiter Events und Sportmarketing Deutschland, über die Sportsponsoring-Strategie des Autokonzerns.

"Zu viele Sponsoren im Fußball"

sponsor news: Die BMW Open im Tennis, die in der vergangenen Woche wieder in München stattfanden, gibt es schon viele Jahrzehnte. Welche Bedeutung hat das Event für den BMW-Konzern?

De Visser: BMW unterstützt die BMW Open, die in Deutschland und vor allem in München eine große Tradition haben, in diesem Jahr bereits zum 27. Mal als Titelsponsor. Diese Zahl ist alleine schon ein aussagekräftiger Beleg für die Bedeutung des Events für BMW Deutschland. Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, dass München Tennis der Spitzenklasse zu sehen bekommt. BMW drückt damit die Verbundenheit des Unternehmens zum Turnier und zur Stadt München aus. Hier schlägt das Herz von BMW.

sponsor news: Daneben titelt BMW auch das BMW International Open im Golf, das jährlich zwischen München und Köln wechselt. Sind beide Events für BMW gleichbedeutend?

De Visser: Man kann die beiden Turniere nicht miteinander vergleichen. Bei den BMW International Open sind wir Ausrichter des Turniers, es ist das einzige European-Tour-Event Deutschlands und hat damit eine herausragende Stellung für den Golfsport in Deutschland. Bei den BMW Open sind wir Titel-Partner - ein sehr engagierter zwar, aber unsere Rolle ist selbstverständlich eine andere.

sponsor news: Welche grundsätzliche Strategie fährt BMW im Sportsponsoring?

De Visser: Im Unterschied zu vielen anderen Unternehmen verstehen wir uns nicht als Sponsor im klassischen Sinne, sondern als aktiver und engagierter Partner. Wir wollen gemeinsam gestalten, Neues entwickeln. All unsere unterschiedlichen Partnerschaften sind für uns ein wichtiges Instrument, die Marke erlebbar zu machen. Das hat bei BMW bereits lange Tradition und tendenziell zunehmende Bedeutung innerhalb des Marketing-Mix.

sponsor news: Welche Sportarten werden präferiert, welche fallen durch den Rost?

De Visser: Entscheidend ist selbstverständlich die jeweilige Ausgangslage. Bevor wir uns konkret mit einem Projekt beschäftigen, evaluieren wir, ob es eine Antwort auf die gegebenen Herausforderungen sein kann. Das fängt beim Thema Sichtbarkeit und Positionierung an und hört bei der Kundenbindung noch lange nicht auf. Grundsätzlich sind alle unsere Engagements eigenständig zu sehen. Jedes erfüllt eine Reihe spezifischer Zielsetzungen und trägt seinen Teil zur Umsetzung einer Gesamtstrategie bei.

sponsor news: Weshalb ist BMW nicht im Fußball?

De Visser: Fußball ist sicherlich exzellent, um eine Marke bekannt zu machen, aber hier sehen wir keine Notwendigkeit, zumal sich im Fußball mittlerweile nicht nur die Spieler, sondern auch die vielen Sponsoren auf die Füße treten.

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