Ausgabe 01/2017

BvB. Carsten Cramers Internationalisierungsplan trägt zunehmend Früchte. Drei Asia-Firmen haben seit Sommer 2016 unterschrieben.

Seit 3 Jahren sehr oft in Asien

Sportlich könnte es für Borussia Dortmund besser laufen, doch in Sachen Vermarktung ist der Ruhrpott-Club den Bayern dicht auf den Fersen. Vor allem weil das internationale Ansehen in den vergangenen Jahren stark gewachsen zu sein scheint, kann der Verein jetzt immer häufiger auch Sponsoren aus dem Ausland rekrutieren – ganz nach dem Vorbild der Premier League, in der die Topclubs Sponsoren für sich gewinnen, die in Deutschland kaum jemand kennt. Die Idee: Mit Hilfe der großen Namen aus England wollen diese internationalen Konzerne ihr Standing in ihren Heimatmärkten verbessern, meist in Südostasien. Es gibt spezielle Abschlüsse nur für Malaysia, andere für Singapur und so weiter.

Ähnliche Verträge konnte jetzt auch Borussia Dortmund wieder schließen. Das japanische Kreditkartenunternehmen 'A Plus' hat einen Vertrag für sein Heimatland unterschrieben, das ihm das Recht gibt, speziell gebrandete Produkte herauszugeben. Mit der "Borussia Dortmund Card Gold" und der "Borussia Dortmund Card" können deren Besitzer Autogrammkarten von Mario Götze & Co. kaufen und damit etwas, das nur ihnen zur Verfügung steht. Sonst sind BVB-Autogramme überhaupt nicht erhältlich in Japan.

Zugang zu diesem riesigen Markt hat Shinji Kagawa geschaffen, Mittelfeldspieler mit kurzer Karriere bei Manchester United, dessen signiertes Trikot ein weiteres Bonbon für die Kreditkartenbesitzer ist. Zudem gibt es mit der Karte zehn Prozent Nachlass auf die Preise im Online-Fanshop des Bundesligisten.

Aber kennen Japaner überhaupt Borussia Dortmund? Carsten Cramer, Marketingdirektor des Clubs, glaubt fest daran: "Im aktuellen UEFA-Ranking befinden wir uns auf Rang 7, deshalb ist es wohl nicht falsch, von einer gewissen Außenwahrnehmung auszugehen."

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