Ausgabe 11/2017

INTERVIEW mit Dieter Münch, Leiter Werbung, über das Sponsoring der Würth AG - und die "Zerstückelung" des Fußballs im Fernsehen.

"Dafür fehlt mir das Verständnis"

sponsor news: Herr Münch, Würth ist seit Jahren Bandenwerber in Bundesliga-Stadien. Ab dieser Saison überträgt nicht mehr Sky exklusiv und alleine alle Matches, sondern erstmals Eurosport die Freitag-Abend-Spiele. Wie wirkt sich das auf Ihre Verträge/Preise mit den Vereinen aus?

Münch: Wir sind aktuell nur bei drei Bundesligavereinen mit Banden präsent – auch wenn die Wahrnehmung vielleicht stärker ist, weil wir eben sehr kontinuierlich dabei sind. Bei drei Vereinen ist der Effekt durch die Verschiebung der Spiele auf andere Sender nicht so stark, als dass wir da anders verhandeln. Unsere Verträge sind gut verhandelt.

sponsor news: Was sagen Sie als Sponsor dazu, dass die Fußballfans nun auf mehreren Plattformen, inkl. Amazon, suchen müssen, um jetzt alle Bundesliga-Spiele sehen zu können?

Münch: Ich persönlich betrachte diese Entwicklung schon mit Skepsis. Man kann sicher immer weiter versuchen, jeden Euro aus der Bundesliga zu quetschen, aber man darf dabei nicht die Zuschauer verlieren. Diese Gefahr gibt es schon, auch wenn wir - was Stadionbesucher angeht - nach wie vor einen Fußball-Boom haben. Ich kenne aus meinem Umfeld aber durchaus Leute, die sagen, dass ihnen das alles zu zerstückelt wird und die dann an diesen ganzen Freitags-, Sonntags- und Montagsterminen was anderes machen als Fußball schauen...

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