Ausgabe 06/2019

Foto: Willi Bruckbauer Foto: Willi Bruckbauer

BORA. Mit aufwendigen Einladungen motiviert Willi Bruckbauer seine Händler und Belegschaft

Spitzensport und Firmentraining

Rund 150.000 Zuschauer fanden sich zuletzt jeden Nachmittag vor dem Fernseher ein, um Radrennfahrern bei ihrer Fahrt quer durch Italien zuzusehen. Kein schlechter Wert, eher Eurosport-typisch. Was vor allem heißt: Parias scheinen Radprofis auch in Deutschland nicht mehr zu sein. 150.000 Zuschauer bei einem Spartensender, und das mitten in der Woche, kann sich durchaus sehen lassen.

Natürlich ist das nichts im Vergleich zu dem Interesse im Heimatland des Giro. Keine Kneipe, keine Bar, in dem nicht der Fernseher mit der Giro-Übertragung lief, ja kaum ein offenes Fenster, aus dem nicht die aufgeregten Kommentatoren-Stimmen geklungen hätten. Ja, es stimmt wohl, was Willi Bruckbauer sagt: "Deutschland ist nicht das größte Radsportland."

Was hat den Gründer des Küchengeräte-Herstellers Bora dann dazu veranlasst, als Hauptsponsor des jetzigen UCI World Teams einzusteigen? "In unseren Exportmärkten wirkt sich das Teamsponsoring sehr stark aus, vor allem in Spanien, Frankreich, Italien, Belgien und Großbritannien." Also in den Ländern mit der größten Radsportbegeisterung. Bruckbauer lag also goldrichtig, als er sich 2014 gegen das Namensrecht der Vierschanzentournee entschied und auch gegen das Trikotsponsoring eines Zweitligisten im Fußball – beides Angebote, die ihm von Sportrechteagenturen auf den Tisch gelegt wurden und alle in einem vergleichbaren finanziellen Rahmen. Die große internationale Ausstrahlung im Radsport gab damals den Ausschlag für das Bora hansgrohe-Team von Ralph Denk.

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