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Udo Kürbs Verlag

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Hat Klinsi auch das vergeigt?


In seiner Pressekonferenz nach Klinsmanns Über-Nacht-Abflug hatte Hertha-BSC-Großinvestor Lars Windhorst dies jedenfalls indirekt in den Raum gestellt: "Wir waren wegen ihm kurz davor, neue Sponsoren an Land zu ziehen. Deswegen ist es umso bedauerlicher, wie es geendet hat".


Man habe Klinsmann als "Türöffner" bei Sponsoren einsetzen wollen. Angeblich neben Tesla, die nahe Berlin die Batteriefabrik bauten wollen, auch noch bei Amazon und Facebook.


Alles Unfug! Ein Konzern würde sich niemals nur durch das Auflaufen eines bekannten Trainers dazu verleiten lassen, zweistellige Millionenbeträge für Sponsoring auszugeben. Das sind strategische Entscheidungen, die trifft eine Firma unabhängig von irgendwelchen Coaches. Denn die kommen und gehen.


Als die Telekom 2002 bei Bayern München einstieg, war dort gerade Ottmar Hitzfeld angesagt. In den 18 Jahren seit damals - und die Telekom ist nach wie vor der Hauptsponsor - sind beim FCB 11 (!) Trainer durchgelaufen. Also: Mit Klinsmann im Arm hätte Windhorst die US-Konzerne kaum eingefangen.


Übrigens: Alle drei US-Konzerne sind bislang noch rein gar nicht als Sponsoren im Sport aufgefallen. Wenig wahrscheinlich also, dass sie überhaupt ein Interesse an Gesprächen mit der Hertha gezeigt hätten - Wunschdenken eines Investmentbankers!


Udo Kürbs

Herausgeber